Gerhards & Glücker
Carsten Gerhards

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10999 Berlin

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Bauherr: Stadt Trier
Architekt: Gerhards & Glücker
Leistungsphasen: HOAI 1-9
Planung: 2005-2006
Eröffnung: 2007
Ausstellungsfläche: 1400 qm

Die Wirkungsgeschichte der Antike bis in unsere Gegenwart ist ein Alleinstellungsmerkmal der Trierer Stadtgeschichte. An den unterschiedlichsten Punkten der Ausstellung soll diese allgegenwärtige Durchdringung von römischem Erbe und heutigem Leben ins Bewusstsein gerufen werden.
Dieses in der Aufgabenstellung formulierte Leitbild ist die identitätsstiftende Idee für die Neue Dauerausstellung zur Stadtgeschichte im Simeonstift.
Geschichte soll also nicht als ein abgeschlossenes Kapitel, sondern vielmehr als Prozess dargestellt werden, der das Fundament des zeitgenössischen Lebens bildet und die Zukunft beeinflusst.
Wie kann man dieses Leitbild vor allem auch einem jüngeren Publikum vermitteln? Da sich die Museen ihre Legitimation in der Gesellschaft immer wieder neu erarbeiten müssen, ist es wichtig, ein neues Publikum an das Museum heranzuführen. Da das jüngere Publikum aber eine ganz andere Wahrnehmungserfahrung hat als die älteren Generationen, müssen beide Besuchergruppen bei der Ausstellungsplanung berücksichtigt werden, damit die Dauerausstellung ein Erfolg wird. Eine wohlaustarierte Balance zwischen Kontemplation und Interaktion schafft eine spannende und wechselvolle Ausstellung, die nicht nur den Sehsinn, sondern auch die anderen Sinne des Besuchers anspricht. Nur der Besucher, der emotional angesprochen wird, ist auch bereit, sich auf die Inhalte der Ausstellung einzulassen.
Das Museum wird so zu einem kollektiven Speicher der Stadtgeschichte Triers und gleichzeitig zu einem Ort des Lernens.
Das was heute Museum genannt wird, war einmal das Studierzimmer eines Renaissancegelehrten oder eines Kurfürsten, der mit unersättlichem Wissensdurst alles ergründen wollte. An diese Ursprünge des Museums möchten wir mit unserem Vorschlag anknüpfen.
Das Simeonstift als historisches Gebäude ist ein wichtiges Exponat der Stadtgeschichte Triers. Als solches sollte die Dauerausstellung in Ihrer Gestaltung sensibel auf das Gebäude reagieren und in einen gestalterischen Dialog mit ihm treten. Außerdem soll sie die Raumsprache des ehemaligen Klosters in Geometrie, Material und Farbigkeit unterstützen.
http://www.museum-trier.de

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last update: Thu, 07/01/10 | © copyright 2008 Gerhards & Glücker, Carsten Gerhards
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