Aufgabe: Sanierung und Umbau Westbebauung Festung Königstein Auftraggeber: Freistaat Sachsen Ort: Festung Königstein Fläche: 3.400 qm Wettbewerb: VOF-Verfahren, 2008, 4. Preis Architekten: Gerhards&Glücker, Berlin in Arbeitsgemeinschaft mit Busmann + Haberer, Berlin
Für die Westbebauung der Festung Königstein soll neben der Sanierung der Ausstellungsflächen eine neue Zugangssituation geschaffen werden. Wir schlagen zwei alternative Konzepte vor:
1 Weiterbauen Ein Weiterbau an der Giebelwand des Kommandantenhauses erscheint uns schlüssig zu sein. Ähnlich wie Streichwehr und Georgenburg auf der gegenüberliegenden Seite, die an den Kopf des Torhauses angesetzt wurden, bleibt damit die Stereometrie des Altbaus gewahrt. Das neue Eingangsgebäude ist somit schon im Aufstieg zur Festung zu erkennen. Aber auch oberhalb der hellen Appareille und vom Wehrgang aus (s. Perspektiven). Die Formensprache des Gebäudes leitet sich aus in der Westbebauung angelegten Typologien ab: Der Addition der An- und Zubauten am Gebäudekörper der Westbebauung und der verschiedenen Dachformen aus Walm-, Sattel- und Pultdächern. In Anlehnung an den Altbau ist der Neubau deshalb plastisch geformt und verschmilzt mit dem vorhandenen Baukörper.
2 Einbauen Eine minimalistische Stegskultur, die sich an einigen Stellen aufweitet, macht den einmaligen Raum der dunklen Appareille für den Besucher aus einer anderen Perspektive erlebbar. Der Steg führt den Besucher schließlich in die Mitte des Torhauses. Dorthin wo auch der frühere Auftakt zum Ausstellungsrundgang lag.