Bauherr: Staatliche Kunstsammlungen Dresden, vertreten durch das Sächsische Immobilien- und Baumanagement Leistungsphasen: eingeladener Wettbewerb im Rahmen eines VOF-Verfahrens Ausstellungsfläche: 1800 qm Platzierung: 2. Preis
Der Georgenbau des Dresdner Schlosses soll für die Präsentation der Rüstkammer und des Münzkabinetts umgebaut werden. Ausgangspunkt unserer Überlegungen ist das von Prof. Dr. Roth und Prof. Dr. Syndram formulierte museologische Konzept des Dresdner Schosses als einer Residenz der Kunst und Wissenschaft. Das Schloss wird als ein Museum begriffen, das neben seiner Aufgabe als Ort des Sammelns und Bewahrens vor allem auch ein Ort des Forschens und Vermittelns ist. Die Revitalisierung des Bildungsbegriffs steht im Vordergrund. Das Museum soll also eine Art Akademie werden. Das Schloss wird durch seine Öffnung zur Stadt eine Agora, des städtischen Lebens. Durch diese Geste wird deutlich, dass sich die Institution der Staatlichen Kunstsammlungen nicht abgrenzt, sondern ein Ort werden möchte, der zugleich elitär und populär ist. Das Schloss als Schnittstelle zwischen Vergangenheit und Zukunft macht deutlich, dass Geschichte nicht als abgeschlossenes Kapitel begriffen wird, sondern vielmehr als Prozess begriffen wird, der das Fundament für Gegenwart und Zukunft ist. Dieser globale Ansatz findet sich auch im Motto des museologischen Konzepts der Rüstkammer im 1.OG des Georgenbaus wieder: "Weltsicht und Wissen um 1600". Das Trennende von Kunst und Wissenschaft der Neuzeit wird in diesem Motto zu einem holistischen Ansatz, der an das Konzept einer Kunstkammer anknüpft: Das Museum als begehbare Enzyklopädie.