Aufgabe: Umgestaltung Heinrich-König-Platz Gelsenkirchen Auftraggeber: Stadt Gelsenkirchen Ort: Heinrich-König-Platz Gelsenkirchen Fläche: 16700 qm Wettbewerb: Realisierungswettbewerb 2009, 1. Preis Landschaftsarchitekten: Bernard und Sattler, Berlin Architekten: Gerhards&Glücker, Berlin
Konzept Ziel der Neukonzeption des Heinrich-König-Platzes ist es, seine Rolle als bedeutsamen Stadtraum innerhalb der Gelsenkirchener Innenstadt zu inszenieren. Damit soll er - im Zusammenspiel mit dem Neumarkt - zum identitätsstiftenden urbanen Ort für die Stadtgemeinschaft werden, zum Bummeln am Wochenende ebenso einladen wie Ort sein für Großveranstaltungen.
Städtebauliche Beobachtung Prägend für den Heinrich-König-Platz ist seine heterogene Bebauungsstruktur und das Fehlen einer durchgehenden, den Platz klar definierenden Raumkante: er ist eine Art großer, fließender Raum im Stadtgefüge. Dem gegenüber steht der Neumarkt mit seinen klar gefassten Rändern sowie die Bahnhofs- bzw. Ebertstraße als gerichtete Straßenräume. Das vorliegende Konzept sucht sich an dieser räumlichen Situation zu orientieren und diese weiter zu entwickeln.
Stadträumliche Idee Der Heinrich-König-Platz wird künftig zu einem städtischen Platz im Herzen von Gelsenkirchen. Im Zusammenhang mit dem Neumarkt und als Scharnier zwischen Bahnhofstraße und Ebertstraße entsteht ein attraktiver Stadtraum für die Gelsenkirchener Stadtgemeinschaft und deren Gäste.
Stadtlaternen Die U-Bahn Abgänge am Heinrich König Platz werden mit zwei Laternen überkrönt, die tagsüber Licht in das Dunkel der U-Bahn bringen und den Menschen eine natürliche Orientierung bei dem Weg aus der U-Bahn bieten. Nachts dienen sie der Illumination des Platzes. Dabei bieten die Stadtlaternen die Möglichkeit, das Thema der bestehenden Lichtinstallation aus dem Untergeschoss aufzugreifen und auf dem Platz fortzuführen. Die Oberfläche der Laternen könnte außerdem Teil eines Wegeleitsystems werden oder auch mit digitalen Informationen und Veranstaltungshinweisen bespielt werden. So könnten sie gleichzeitig zu einem Interface wechselnder Informationen im Stadtraum werden.