Das architektonische Konzept sieht das Einbringen einer dritten Schicht in das Haus vor: Nach dem Erbauen, dem Auskleiden des Hauses im 19. Jahrhundert wird nun eine dritte, zeitgenössische Schicht in das Haus eingebracht, die sich als solche klar lesbar vom Bestand trennt. Dabei reflektiert die Ausstellungsarchitektur Themen, die bereits in der Architektur Arnolds von Westfalen angelegt waren und interpretiert diese neu: Orthogonalität/Skulpturalität, Symmetrie/Asymmetrie, Licht/Schatten, Maßstäblichkeit. Ein Vokabular skulpturaler Präsentationselemente reagiert in den einzelnen Räumen sensibel auf die Raumhülle. Durch die reflektierende Oberfläche der abstrakten Körper gehen diese einen Camouflage-Effekt mit dem Haus ein. Raumhülle, Ausstellungsinhalt und neue Architektur generieren atmosphärisch stimmige Bilder. Das Projekt wurde mit dem contractworld.award 2011, dem Gute Gestaltung 11 und dem best architects 11 Award ausgezeichnet.